Seenotsender im Vergleich- Welcher Seenotsender ist der richtige für dich?

Eine umgehende Alarmierung und Lokalisierung sind entscheidend, um Rettungsmaßnahmen so schnell wie möglich einzuleiten. Seenotsender helfen dabei, die Position des Notfalls zu übermitteln, andere Schiffe in der Umgebung zu alarmieren und gegebenenfalls automatisch einen Notruf abzusetzen.
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Welcher Seenotsender ist der richtige für dich?

Seenotsender sind essenzielle Sicherheitssysteme die eine schnelle Alarmierung und präzise Ortung in Seenotfällen ermöglichen. Je nach Art des Senders variieren die Einsatzbereiche. In diesem Beitrag geben wir einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Systeme und ihre jeweiligen Vorteile.

Video: Seenotsender im Überblick

Warum Seenotsender unverzichtbar sind

Bei einem Seenotfall, sei es eine Havarie oder eine Person, die über Bord gegangen ist, zählt jede Sekunde. Eine umgehende Alarmierung und Lokalisierung sind entscheidend, um Rettungsmaßnahmen so schnell wie möglich einzuleiten. Seenotsender helfen dabei, die Position des Notfalls zu übermitteln, andere Schiffe in der Umgebung zu alarmieren und gegebenenfalls automatisch einen Notruf abzusetzen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Seenotsendern, die je nach Einsatzzweck und -gebiet sinnvoll sind. Während einige Systeme an einer Person befestigt werden, sind andere speziell für Yachten oder Boote vorgesehen. Die Signalübertragung kann über AIS, Radar oder Satellit erfolgen. Wir stellen die verschiedenen Systeme im Detail vor.

Arten von Seenotsendern:

1. Personenbezogene Seenotsender (MOB-Systeme)

Falls eine Person über Bord geht (MOB = Man Overboard), können spezielle Sender helfen, den Notfall zu erkennen und eine rasche Rettung einzuleiten. Hier gibt es mehrere Optionen:

a) AIS-S.A.R.T. (Search and Rescue Transmitter)

Ein AIS-S.A.R.T.-Gerät kann in Rettungswesten integriert werden. Im Notfall sendet es ein AIS-Signal aus, das sowohl an Bord als auch an andere Schiffe in der Umgebung übermittelt wird. Dies erleichtert die Ortung erheblich und ermöglicht eine schnelle Rettung, besonders in küstennahen Gewässern oder befahrenen Seegebieten.

b) PLB (Personal Locator Beacon)

Für Einhandsegler oder Skipper, die oft unterschiedliche Boote nutzen, sind PLBs eine ideale Lösung. Diese Geräte senden Notfallsignale über das COSPAS-SARSAT-Satellitensystem an das zuständige MRCC und den registrieten Flaggenstaat. Zudem verfügen sie über eine Peilfrequenz (121,5 MHz), die Rettungskräften in der Nähe hilft, die exakte Position zu bestimmen. Mit GPS kann die Lokalisierungsgenauigkeit auf wenige Meter verbessert werden. Wichtig: In Deutschland können PLBs nicht direkt registriert werden, die Anmeldung muss über das Ausland erfolgen.

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2. Yachtbezogene Seenotsender

Neben den personenbezogenen Systemen gibt es Seenotsender, die für die gesamte Yacht gedacht sind. Diese Systeme alarmieren nicht nur die Crew, sondern auch Rettungsdienste und andere Schiffe in der Umgebung.

a) EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacon)

EPIRBs sind auf ein bestimmtes Schiff registriert und senden Notrufe über das COSPAS-SARSAT-System. Sie können manuell oder automatisch aktiviert werden und sind ein fester Bestandteil des Global Marine Distress and Safety System (GMDSS). In Deutschland erfolgt die Registrierung über die Bundesnetzagentur. Die Signale werden über einen Zeitraum von mindestens 48 Stunden ausgesendet, bei einigen Modellen sogar bis zu 96 Stunden.

b) Radar-S.A.R.T.

Radar-S.A.R.T. ist ein System, das ein Radarsignal aussendet und so die Position eines in Seenot geratenen Bootes für andere Schiffe mit Radar sichtbar macht. Sobald ein Radarstrahl das Gerät trifft, sendet es ein reflektiertes Signal aus, das die Entfernung und Richtung des Havaristen anzeigt. Dies ist besonders in belebten Seegebieten hilfreich, allerdings weniger für die Hochsee, wo keine anderen Schiffe in unmittelbarer Nähe sind.

Wartung und Registrierung von Seenotsendern

Seenotsender sind nur dann zuverlässig, wenn sie regelmäßig gewartet werden. Besonders die Batterie muss in den vorgegebenen Intervallen erneuert werden, um die Funktionsfähigkeit im Notfall sicherzustellen. Die Wartungsanforderungen unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell. Zudem sollten Nutzer ihre Geräte registrieren lassen, damit im Notfall die zuständigen Rettungsstellen direkt auf die hinterlegten Daten zugreifen können.

Fazit: Der richtige Seenotsender für mehr Sicherheit

Die Wahl des passenden Seenotsenders hängt stark vom individuellen Einsatzbereich ab. Während MOB-Systeme wie AIS-S.A.R.T. oder PLBs vor allem Einzelpersonen schützen, bieten EPIRBs oder Radar-S.A.R.T.-Systeme eine umfassendere Absicherung für Yachten und Crews. Unabhängig vom gewählten System ist es essenziell, dass Seenotsender regelmäßig gewartet und ordnungsgemäß registriert werden, um im Ernstfall optimal funktionieren zu können.

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